Anfang Februar waren ein paar Freunde zu Besuch bei uns in Thailand. Wir hatten eine wunderbare Zeit und verbrachten ein paar Tage in Chiang Mai und im Süden auf Koh Phangan. Da wir eine grosse Gruppe waren, war alles gut organisiert und weit entfernt um es improvisiertes Reisen zu nennen. Aber nachdem fast alle wieder weg waren, blieben ein guter Freund, Marcus, und ich noch hier, um die nächsten drei Wochen Südostasien unsicher zu machen.

Nachdem ich noch ein paar tage nach Chiang Mai musste, trafen wir uns dann wieder in Bangkok an der Hua Lamphong Zugstation. Wir hatten absolut keinen Plan wohin wir wollten. Wir wussten nur soviel, dass wenn möglich Strand, Sonne und Surfen mit drin sind im ganzen. Gerade diese Art zu traveln, ich nenne es improvisiertes reisen, ist abenteuerlich und macht verdammt Spass, weil man wirklich nicht weiss was kommt.

Zum Beispiel gibt es auf Facebook Gruppen für Backpacker, die nach Asien kommen und ihre Reise so dermaßen durchgeplant haben, daß es keinen Raum für Improvisationen gibt. Da kommen dann Posts mit „Was haltet ihr von diesem Plan„. Und dann steht da – Tag 1 – Bangkok – Tag 2 bis Tag 5 – Koh Chang – und so geht das halt bis zum letzten Tag. Versteht mich nicht falsch, jeder soll natürlich so reisen wie er möchte, doch ich finde, daß für mich da etwas Abenteuer fehlen würde.


Improvisiertes Reisen

Hier unser Video vom ersten Tag ohne Plan

Zunächst gingen wir in eine Reise Agency, welche dort am Bahnhof war und dachten, dass vielleicht die uns etwas helfen könnten. Dem war aber nicht so, und wir entschieden uns direkt zum Don Muang Airport zu fahren, um vor Ort nach Flügen zu schauen. Am AirAsia Schalten gab es einige Optionen. Die beste von allen war ein Flug nach Kuala Lumpur ein paar Stunden später. Es sollte also nach Malaysia gehen. Cool.

Ich war erst einmal dort und das war auch schon ein paar Jahre her, also war bei uns die Vorfreude auf die Stadt relativ gross. Wie lange wir dort bleiben wollten oder was wir in Malaysias Hauptstadt machen können, darüber verschwendeten wir noch keinen Gedanken. Zunächst wollten wir erstmal ankommen und uns etwas umschauen.

Wir kamen recht spät an, da unser Flieger einige Stunden Verspätung hatte und bewegten uns Richtung Chinatown. Durch unseren Taxifahrer erfuhren wir von Thaipusam Festival, welches genau an diesen Tagen stattfand. Also war es doch eine gute Entscheidung nach Kuala Lumpur zu kommen. Am Tag danach hiess es also für uns: Auf zum Thaipusam.

Was ein geniales Spektakel wir dort erleben durften. Es war einmalig und unvergesslich. Am Abend des selben Tages, liefen wir noch ein wenig in Chinatown herum, waren aber zu kaputt und gingen früh zurück ins Hostel. Am Tag danach entschlossen wir uns kurzfristig mit dem City Hopper Bus zu fahren und die Stadt zu sehen. Bevor wir einstiegen, erlebten wir noch eine kleine chinesische Feier mit traditionellem Tanz und Essen.

Am späten Nachmittag kam dann die erneute Überlegung was wir am Tag darauf machen wollten. Kuala Lumpur ist cool aber drei Tage reichen. Wir hatten ein paar Ideen. Eine davon war mit der Fähre nach Sumatra und von dort über Land bis nach Java und wenns geht Bali. Eine andere Idee war auf die Philippinen zu fliegen und uns dort ein wenig umzuschauen. Nachdem wir ein wenig die Wetterberichte studiert hatten, entschieden wir uns nach einem Flug zu schauen, welcher uns auf die Philippinen bringt.

Am darauffolgenden Tag sollte es also nach Manila gehen. Klasse. Ohne irgendeinen Plan sind wir also von Bangkok über Kuala Lumpur bis nach Manila gekommen. Improvisiertes Reisen macht nicht nur Spass, es ist einfach cool. Auch in Manila hatten wir keinen Plan und blieben zwei Tage da bevor wir uns entschieden Richtung Cebu zu fliegen. Unsere gesamten drei Wochen, welche wir unterwegs waren, waren gekennzeichnet von Improvisationen. Ich könnte diesen Artikel ewig weiterschreiben. Allein die Zeit auf den Philippinen war so dermassen improvisiert, dass das Wort Plan in unserem Wortschatz schon völlig verschwunden war.

Was ich im Endeffekt mit diesem Beitrag sagen möchte ist, dass es meistens viel mehr Spass macht und abenteuerlich ist, wenn man einfach ins blaue hinein reist. Egal wo man hinkommt, es findet sich immer eine Übernachtungsmöglichkeit, auch wenn es mal etwas länger dauert eine zu finden. Das gehört halt dazu. Improvisiertes Reisen heisst Unabhängiges Reisen und das wiederum bedeutet Spass am Reisen. Happy Days

       

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