Das Songkran Festival ist wohl eines der Höhepunkt des Jahres in Thailand. Die meisten Geschäfte sind zu und fast alle haben frei über die Festtage. Es wird das Neue Jahr gefeiert und das auf eine unglaublich feuchte und fröhliche Weise. Von Klein bis Groß feiert jeder und nutzt die Zeit zur Säuberung und Erneuerung.

Vom 12. bis 15. April tritt der Ausnahmezustand in vielen Teilen Südostasiens ein, ganz besonders in Thailand. Es wird das Songkran Festival gefeiert und damit das neue buddhistische Jahr begrüßt. Schon Tage vorher sieht man überall Verkaufsstände die Wasserpistolen und Eimer anbieten. Traditionell wird das Songkran Festival mit viel Wasser gefeiert und jeder wird nass gemacht. Ich habe diese Zeit nun schon einige Male miterleben dürfen und fühle mich in dieser Zeit zurück versetzt in meine Kindertage, so viel Spass habe ich auf der Strasse mit meiner Wasserpistole. Zweimal verbrachte ich diese Zeit in Chiang Mai, wo es das angeblich beste “Wasserfest” geben soll. Schon Tage vorher war die Stadt voll mit Menschen und überall wurden Bühnen und Essenstände aufgebaut.

Aber was genau steckt hinter diesem Brauch? Es ist viel mehr als nur auf der Strasse mit seiner Wasserpistole rumzulaufen und andere Leute nass zu machen. Das Songkran Festival ist ein religiöser Brauch um das traditionelle Neujahrsfest zu feiern. Am Abend des 12. Aprils fängt es an, daß die Leute ihre Wohnungen und Häuser putzen. Am Morgen des 13. Aprils gehen die Menschen in die Wats (Tempel) und opfern Speisen wie Reis, Früchte und Gewürze und legen es neben die Buddha Statuen. Am Nachmittag werden die dortigen Buddha Figuren mit Wasser geduscht. Das Wasser wird dabei mit Jasmin Blüten versetzt damit es gut riecht.

In den meisten Städten findet danach ein Umzug statt, wo jeder Tempel seine Buddha Figur auf einem Auto oder Hänger durch die Strassen zieht, um so auch anderen Menschen die Gelegenheit zu geben, die Figuren mit Wasser zu bespritzen. Damit soll man die Möglichkeit erhalten, seinen Respekt und seine Dankbarkeit zu erweisen. Gegenüber Buddha und auch seiner Familie, weswegen die Angehörigen respektvoll mit Wasser über den Händen begossen werden. Sehr oft wird man feststellen, daß die Menschen sich bedanken, wenn man ihnen etwas Wasser vernünftig über die Schultern giesst. Generell gesehen ist Songkran die Zeit der Säuberung und der Erneuerung.

Dieser Brauch hat sich vor langer Zeit dahin entwickelt, daß man auch andere Menschen nass macht. Das fängt schon vor dem eigentlichen Festlichkeiten an und dauert darüber hinaus. Vier Tage lang heisst es dann: Wasser marsch, und die Menschen ziehen durch die Strassen mit Wasserpistolen und Eimern und waschen jeden der an ihnen vorbei kommt. Das macht natürlich einen Riesen Spass und selbst die Älteren fühlen sich zurück versetzt in ihre Kindertage und geniessen die Wasserschlachten in vollen Zügen.

Auch ich habe es genossen wie ein kleines Kind mit meiner Pistole vor meinem Gasthaus zu stehen und wirklich jeden Fußgänger oder Autofahrer damit zu “waschen”. Manchmal hab ich die Wasserpistole mit einem Eimer getauscht da dies sogar noch mehr Spass machte. Die Strasse ist voll mit Pickups, wo die Leute hinten drauf stehen und ihre eigene Wassertonne haben und so durch die Stadt fahren, um die Menschen mit Wasser zu übergießen. Ich habe über diese Tage wirklich keinen gesehen der trocken geblieben ist. So richtig Spass macht es noch, wenn man das Wasser mit Eisblöcken versetzt und es so schön kalt ist. Die Gesichter der Leute sind zum schreien.

Zum Abschluss muss ich noch sagen, daß das hier veröffentlichte Video schon 2015 entstanden ist. Damals verbrachte ich das Fest in Chiang Mai und freue mich jetzt schon wie ein kleines Kind auf das diesjährige Songkran Festival. Auch wenn es in dieser Jahreszeit in ganz Südostasien verdammt heiss wird, sollte man es sich nicht nehmen lassen, mindestens einmal mit dabei zu sein (ausserdem erfährt man ja eine gute Abkühlung in diesen Tagen).

       

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